Freitag, 21. September 2007

Hallo ihr Lieben,

ich wollte mich mal wieder melden, bevor ich mich daran mache ein paar Sachen einzupacken. Wir übernachten nämlich in dieser Hütte im Wald (siehe ersten Eintrag) mit ein paar Peer-Advisorn. Das wird bestimmt toll und ich habe auch wieder vor ganz viele Fotos zu machen.
Gestern hatten wir ein BBQ vom International Office, was wie immer total Spaß gemacht hat. Die sind alle superlieb und .... naja, sie haben uns ein Dinner spendiert, was natürlich immer ein gutes Zeichen ist. Danach bin ich mit Sarah (UK), Luci (Ecuador) und zwei Mädels, die ich gerade erst getroffen hatte (und deren Name ich vergessen habe) zu einer der Sorority gegangen. Sarah hatte sich mit einem der Sorority-Mitglieder angefreundet und die hat uns eingeladen, obwohl wir ja eh nicht eintreten dürfen.
Sie hat uns dann auch eine ausgedehnte Hausführung gegeben und ich musste manche meiner Vorurteile mal wieder über den Haufen werfen. Ich sehe jetzt absolut die Vorteile von so einer Verbindung: zum Einen hat man eben diese starke Gemeinschaft, die einen hält. Amy Jo (die die uns die Führung gegeben hat), hat uns zum Beispiel erzählt dass sie ein Jahr in Dänemark war und während dieser Zeit drei ihrer Freunde starben. Als sie wieder nach Hause kam starb die Mutter ihres Freundes und sie selbst hatte eine Lungenentzündung und musste ins Krankenhaus. Ihre "Schwestern" haben sich die ganze Zeit um sie gekümmert und dafür gesorgt dass sie in ihren Kursen auf dem Laufenden blieb.
Zum Anderen ist man ein Mitglied auf Lebenszeit. Wenn man seinen Abschluß gemacht hat kann man im ganzen Land ehemalige Mitglieder kontaktieren die einem helfen können Arbeit oder eine Wohnung zu finden. Karrieretechnisch ist so eine Verbindung also schon von Vorteil.
Aber es gab trotzdem so ein paar Sachen die einfach merkwürdig waren: Die haben einen eigenen Koch und "Houseboys" die ihnen das Geschirr abwaschen. Mein erster Gedanke war: Wie wollen die jemals erwachsen werden wenn sie nicht lernen hinter sich selbst herzuräumen!?
Ausserdem gibt es Schlafsäle: drei grosse Räume mit Stockbetten. Eine der Mädchen hat immer Weckdienst, weil man vor 8 keinen Wecker haben darf. Das bedeutet diejenige muss um 5:00 aufstehen und die Mädels die geweckt werden wollen wachrütteln.
Das war schon merkwürdig... hat mich ein bißchen an Armeebaracken erinnert.
Ausserdem repräsentiert man immer die Sorority. Also, sich betrinken und die Bilder online stellen, das geht nicht. *hust*

Es war auf jeden Fall schon spannend. So, jetzt werd ich mich mal mit Annika treffen und besprechen was wir für das International Dinner machen wollen...

2 Kommentare:

bumberich hat gesagt…

Ha! Ich hatte zuerst gelesen, dass du mit "Peer Arvidson" in einer Hütte übernachtest. Das wär nämlich sehr überraschend gekommen, dass der in USA gelandet ist. Der hat nämlich 1980 die Glodmedallie in "100m Schmetterling" gewonnen. Das wär ja was gewesen, mit einem Olympiasieger zu hiken.

Gruß Lukas

Elli hat gesagt…

Hey Luka,

ja klar, sowas machen wir doch ständig. ;)
Wenn die Amerikaner "Hike" sagen dann reden die meistens eh von einem Spaziergang... und das wars dann auch! :)

Grüssle,
Elli