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| Chicago + Christmas with the Kerrs |
Ich habe zwei Dinge übers Fliegen gelernt:
1. Mit Beruhigungstabletten und ein bißchen Wein lässt sich jeder Flug ohne grössere Panikattacke überstehen (sogar wenn man nach Chicago fliegt und der Pilot den Flug - der immerhin zwei Stunden Verspätung hatte - schon vor dem Start mit "in Chicago we'll have winds of 30mph. Let's hope it'll get better once we get there!" kommentiert).
2. Salt Lake City ist ein wunderschöner Ort für eine Zwischenlandung. Der Flughafen ist übersichtlich, es gibt gutes Essen und die Aussicht auf die Berge ist einfach gigantisch. Da wird wirklich jeder von seiner Flugangst abgelenkt.
Weihnachten war jedenfalls relativ unspektakulär: wir haben bei Caitlin's Oma gegessen, haben zu Hause rumgesessen, viel gelesen und sind ab und zu mit dem Hund spazieren gegangen. Caitlin's Familie ist total lieb gewesen und hat mich wunderbar umsorgt.
Einmal sind Caitlin und ich abends nach Chicago gefahren. Ich hatte einen Anruf von meiner Freundin Ellie bekommen, die zwei Extratickets für "The Second City" hatte. (http://www.secondcity.com/) Das ist ein Comedy Club, in dem schon John Belushi, Dan Akroyd und Bill Murray aufgetreten sind. Viele die dort anfangen gehen später zu Saturday Night Life. Wir haben Ellie's Familie getroffen. Ihr Vater hat die ganze Zeit Deutsch mit mir geredet... sehr lustig alles in allem. Ich hab da schon gemerkt dass Chicago einen gewissen industriellen Charme hat. Irgendwann will ich da nochmal hin und dann will ich mir auch ein paar der legendären Jazzclubs ansehen... jawohl!
Am nächsten Tag sind wir nochmal nach Chicago gefahren, diesmal mit Caitlin's gesamter Familie (und dem Freund ihrer kleinen Schwester), dementsprechend hektisch war es auch (von den eisigen Temperaturen will ich garnicht erst anfangen). Aber es war auch schön. Wir sind auf die Aussichtsplattform des Sears Tower gefahren (siehe Bilder) und haben uns die Skulpturen im Millenium Park angesehen. Danach waren wir alle richtig durchgefroren und hungrig, also sind wir zu "Gino's East" und haben "deep dish pizza" gegessen. (www.ginoseast.com)
An Silvester hat es dann endlich mal angefangen zu schneien (vorher war es nur kalt und es lagen ein paar Schneematschreste am Strassenrand)... und es hörte nicht mehr auf. Caitlin's neuer Freund Noah kam zu Besuch, ein Ereignis das die ganze Familie wohl etwas nervös machte. Er ist aber scheinbar ein sehr netter, lustiger Kerl, sehr intelligent (bewirbt sich gerade in Harvard und am MIT) und ein echter Hüne (Marcy's Kommentar: "He's gigantic!"). Wir haben uns den ganzen Abend lang mit Essen voll gestopft. Caitlin's Mama hat eine Taccobar auf den Tisch gezaubert. Und es gab einen Fruchtdip, bestehend aus Frischkäse und Marshmallowfluff, dem ich erst etwas skeptisch gegenüberstand, der aber zugegebenermassen unglaublich gut schmeckt (besonders mit Äpfeln...hm!).
An meinem letzten Tag sind Caitlin, Noah und ich dann mal nach Valpo gefahren. Caitlin und Noah haben mir dann endlich mal ihre Uni zeigen können. Es war aber so kalt dass mal sofort rote Ohren und eine rote Nase bekommen hat wenn man aus dem Auto ausgestiegen ist...brrr. Wir haben dann noch eine Suppe zu Mittag gegessen (was genau richtig war bei dem Wetter) und sind dann auch wieder zurück nach Crown Point. Mein Shuttlebus ist nachts um 3:30 abgefahren und ich denke nicht dass ich davor viel geschlafen habe. Glücklicherweise gab es einen netten kleinen Film auf dem Flug nach Salt Lake City und in Salt Lake City gab es Frühstück. Keiner meiner Flüge hatte diesmal Verspätung und der Pilot, der unsere kleine Maschiene richtung Salem bugsierte hatte schon 36 Jahre Berufserfahrung. Es lief also alles gut (abgesehen davon dass mich mein Schlafmangel danach für zwei Tage ins Koma versetzt hat).
Jetzt bin ich wieder im verregneten und viel zu warmen Salem, gehe es langsam an und geniesse die ruhigen Tage bis die Uni wieder losgeht. Ab und zu flaniere ich über den Campus und frage mich wo die Wildgänse denn nun herkommen, die sichs bei unserem Millstream gemütlich gemacht haben. Manchmal bin ich selbst überrascht was wir an wilden Tieren auf unserem Campus haben. Habe ich von den Waschbären erzählt die sich dort nachts rumtreiben?

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